Sprache lernen Firmentraining Förderung Kids + Teens Berlitz Seminare Berlitz Company Online buchen
 
Berlitz

Damals, als ich nichts verstand und trotzdem Spaß hatte

© Johannes Klaus / reisedepeschen.deGastbeitrag von Johannes Klaus, Gründer des Blogs reisedepeschen.de und Gewinner des Grimme Online Awards 2011

Ich bin kein Sprachtalent. Wenn ich versuche spanische Worte auszusprechen, scheitere ich schon gnadenlos am rollenden „R". Ich vermische munter alle Wörter, die ich mir merken kann. Und hier in Madagaskar, wo ich gerade mit einem ratternden Zug durchs Land fahre, verstehe ich meistens nur Bahnhof. Und das Beste daran ist: Es stört mich gar nicht.

Versteht mich nicht falsch. Es ist großartig, die Möglichkeit zu haben, sich mit anderen Menschen zu unterhalten! Und ich würde viel bezahlen, wenn man mir einen Sprach-Chip einbauen könnte oder so ein Übersetzer-Würmchen für das Ohr (mal sehen, wann Google sich so etwas ausdenkt). Das wäre toll!

Aber um andere Länder zu bereisen, für mich zu entdecken, nein, da muss ich die lokale Sprache nicht sprechen. Da muss ich noch nicht einmal die zweithäufigste Sprache können, wie es hier in Madagaskar Französisch ist. Zumindest nicht mehr als ein paar „Basics".

© Johannes Klaus / reisedepeschen.de

Smile, please!

Eines habe ich bei meinen Reisen gelernt: Viel wichtiger als der korrekte Satzbau ist die Art und Weise, wie man sich im Ausland verhält. So, wie man selbst auf Menschen zugeht, kommt auch die Reaktion zurück. Wirke ich verschlossen und unsicher, wird sich niemand veranlasst fühlen mir zu helfen. Bin ich aber freundlich und offen, und bitte mit den zwei Worten, die ich gelernt habe, um Hilfe, werde ich sie in der Regel bekommen. Oft ist es sogar fast beschämend, wie sehr sich angesprochene Personen bemühen werden, zu helfen!

Natürlich darf man den gesunden Menschenverstand nicht völlig ausschalten und es gibt immer den Einen oder Anderen, der dem Touristen gerne ein paar Dollar mehr aus der Tasche zieht. Aber generell sind die Menschen eines Landes ehrlich und hilfsbereit, ob arm oder wohlhabend. Vertrauen wird belohnt!

© Johannes Klaus / reisedepeschen.de

La Pantomime, c‘est bon!

Es gibt einen sehr überschaubaren Wortschatz den man braucht, um sich auf Reisen zurechtzufinden. Wichtige Orte in der jeweiligen Landessprache wie z.B. Restaurants, Hotels, Sehenswürdigkeiten, Toiletten. Außerdem sammelt man Sympathiepunkte wenn man grüßt, danke sagt und fragen zu können, wie viel etwas kostet schadet ebenfalls nicht. Das sind Ausdrücke, die sich zu lernen lohnen. Das kannst du schon? Perfekt, dann wird es einfach.

Manchmal kann ich das nicht. Weil ich vielleicht nur kurz durch eine Gegend hindurchreise oder es zu viele Dialekte gibt. Trotzdem habe ich kein größeres Problem, denn ich habe meine Hände und Füße! Essen, Trinken, Schlafen, Fahren oder die Uhrzeit: Alle wichtigen Dinge kann man auch mit etwas Pantomime verständlich machen. Probiert es aus - dazu muss man keine Zeichensprache lernen!

© Johannes Klaus / reisedepeschen.de

Dann kann es ja losgehen!

In jedem Reiseführer sind die wichtigsten Worte und Sätze der Landessprache aufgeführt, am besten auch in Lautschrift. Wer sich etwas ambitionierter mit dem Land und seinen Menschen auseinandersetzen möchte, dem sei aber ein Reisewörterbuch empfohlen. Damit ist man in der Regel flexibler unterwegs, kann sich noch besser zurechtfinden und so manche Wartezeit mit Ausspracheübungen verkürzen.

Denn: Spaß am Reisen habe ich auch ohne große Sprachkenntnisse. Aber je besser ich mich unterhalten kann, desto großartiger wird es sein!

Das Interview, das Berlitz mit Johannes Klaus zum Thema "Sprachen & Reisen" geführt hat, finden Sie hier.

Zurück zur Themenübersicht


Artikel versenden als E-Mail:

E-Mail-Adresse des Empfängers:
E-Mail-Adresse des Absenders

Ihre Mitteilung an den Empfänger (optional):